Wir waren jetzt schon mehrmals im Dahliengarten in Hamburg-Bahrenfeld, und jedes Mal geht es uns gleich: Bei über 600 Dahliensorten auf einem Fleck weiß man am Anfang gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Genau deshalb sind wir immer wieder hingefahren, mal am Vormittag, mal am späten Nachmittag, und haben jedes Mal wieder etwas Neues entdeckt.
Kein einmaliger Ausflug also, sondern ein Ort, den wir mittlerweile zu verschiedenen Tageszeiten und bei ganz unterschiedlichem Licht fotografiert haben. Was wir dabei über den Garten gelernt haben und warum sich ein Besuch lohnt, erzähle ich dir hier.
Ein Garten mit Geschichte
Der Dahliengarten ist kein neu angelegtes Beet, sondern hat schon fast hundert Jahre Geschichte. Ferdinand Tutenberg hat ihn 1920 im Volkspark angelegt, seit 1932 liegt er an seinem heutigen Standort, und seit 2002 stehen Garten und Park unter Denkmalschutz. Das merkt man dem Ort auch an. Es wirkt gewachsen und gepflegt, nicht wie ein steriles Schaubeet.
Im Museumsbeet wachsen außerdem antike Dahliensorten sowie Züchtungen, die es weltweit kein zweites Mal gibt. Wer genau hinschaut, fotografiert hier also nicht nur Blumen, sondern ein Stück lebendige Sortengeschichte.
Das Wichtigste in Kürze
- Wege: Kieswege, bei Trockenheit auch mit Rollstuhl oder Kinderwagen gut zu befahren
- Adresse: Stadionstraße 10, 22525 Hamburg (Ecke Luruper Chaussee/Stadionstraße), Bezirk Altona
- Öffnungszeiten: täglich von 8 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit
- Saison: etwa Mitte Juli bis Ende Oktober, bis zum ersten Nachtfrost
- Eintritt: kostenlos
- Anreise mit Bus: Metrobus Linie 2 bis Haltestelle Stadionstraße
- Anreise mit Auto: A7, Ausfahrt Bahrenfeld, dann der Stadion-Beschilderung folgen
Quelle: hamburg.de – offizielle Seite des Bezirks Altona zum Dahliengarten
600 Sorten, 11.000 Pflanzen
Auf rund 15.000 Quadratmetern wachsen im Dahliengarten über 600 verschiedene Dahlienarten, insgesamt mehr als 11.000 Einzelpflanzen. Wir dachten oft, jetzt haben wir wirklich jede Blütenform gesehen. Und dann kam die nächste Reihe, und wir wurden schon wieder überrascht. Genau diese Fülle macht den Garten für die Fotografie so ergiebig. An einem einzigen Nachmittag findet man hier mehr Formen, Farben und Kontraste, als in ein Fotobuch passen würden.Infos zum Dahliengarten in Hamburg inkl. Galerie
Am schönsten ist der Garten für uns immer im Spätsommer, wenn die Dahlien in voller Pracht stehen, das Licht am frühen Morgen oder späten Nachmittag aber noch weich genug ist, um nicht alles flach und hart wirken zu lassen. Ein kleiner Tipp aus eigener Erfahrung, kein Geheimnis, aber es lohnt sich, danach zu planen.
Unsere Fotos aus dem Dahliengarten
Über mehrere Besuche hinweg sind einige Aufnahmen zusammengekommen, Nahaufnahmen einzelner Blüten genauso wie weite Blicke über die Beete, an sonnigen Tagen und an bewölkten, an denen die Farben manchmal sogar noch intensiver leuchten.
Fazit
Der Dahliengarten in Hamburg ist für uns mittlerweile mehr als nur ein hübsches Fotomotiv. Es ist ein Ort, an den wir mit der Kamera immer wieder zurückkehren, weil er sich bei jedem Besuch ein kleines Stück anders zeigt.
Wenn du selbst in der Nähe von Hamburg bist und Freude an Farben, Formen und ein bisschen Gartengeschichte hast: Der Eintritt ist frei, die Wege sind gut zu gehen, und die beste Reisezeit ist so ziemlich der ganze Spätsommer. Nimm dir die Zeit, einmal langsam hindurchzugehen. Uns hat es jedes Mal wieder erwischt.

